Unsere Region im Januar: Champagne-Ardenne

 

Eine Küche der Bauern und Jäger

Von der belgischen Grenze bis zum Quellgebiet der Seine, von Lothringen bis an das Pariser Becken,  erstreckt sich die Region Champagne-Ardenne. Ihren Ruhm verdankt sie natürlich dem Champagner, jenem prickelnde, schäumenden  Inbegriff für Luxus.  Namen wie Dom Pérignon, Veuve Clicquot oder Taittinger sind in der ganzen Welt berühmt. Dagegen ist die Küche der Champagne-Ardenne  einfach und solide geblieben.  Eine Küche der Bauern und Jäger.

Das verwundert nicht, denn in der Champagne (lat. Campus = Das Feld) wird auf der Hälfte des Bodens Ackerbau und Viehzucht betrieben und die Ardennen sind noch immer von dichtem Wald bedeckt. Die Wälder liefern schmackhaftes Feder-, Damm- und Schwarzwild, an den Flüssen Marne, Aube und Seine fängt man Aale und Forellen und auf den Äckern wachsen  Kartoffeln, Lauchzwiebeln, Kohl und Endivien, die man à l'ardennaise zubereitet: mit Ardenner Schinken und Gruyère überbacken.

Eine bekannte Spezialität der Region ist das Agneau à la Champenoise (Gefüllte Lammschulter mit Tomaten). Vor allem aber liebt der Champenois das Schwein. Berühmt ist die Boudin Blanc aus Rethel, eine Art französische Weißwurst oder die Andouilletes, eine deftige Kuttelwurst, die gerne mit Eschalotten und scharfem Senf gereicht wird. Man liebt hier Schinken aller Art (allen voran der Ardenner Schinken), Specksalat oder Pieds de pore Sainte-Menehould, in würzigem Sud gekochte Schweinsfüße, paniert und in Fett knusprig ausgebacken.

Beliebte Käsesorten sind der Langres, ein Weichkäse mit typischer orange-roter Rinde und der Chaource, ebenfalls ein Weichkäse aus unpasteurisierter Kuhmilch und einem kräftigem Geschmack. Auf einer Scheibe Weißbrot, im Ofen überbacken und mit Ardenner Honig beträufelt ist er ein Hochgenuss.

 

Holen Sie sich ein Stück Champagne-Ardenne in die heimische Küche. Unter Rezepte finden Sie auch Regionalrezepte unserer Januar-Region.