Unsere Region im Juli: Bretagne

01.07.2017

Gaumenschmaus auf bretonisch

Tosende Wellen, weitläufige, zerklüftete Küstengebiete mit großen Buchten und Fjorden, ein karges Hinterland durch dessen Äcker und Wiesen der raue Atlantikwind bläst – so präsentiert sich die Bretagne, ein sicherer Hafen für Gourmets.

Entlang der Küste reihen sich malerische Fischerdörfer, wie Camaret-sur-Mer, Crozon oder St-Malo. Hier serviert man eine reichhaltige Meeresfrüchte-Platte , Le plateau de fruits de mer, mit Mayonnaise, Baguette und einem Glas Muscadet. Für die Qualität und Frische der Meerestiere ist die Bretagne berühmt. Austern, Langusten, Muscheln, See- und Strandschnecken und der Bretonische Hummer lassen Gourmetherzen höher schlagen. Den Hummer verspeist man hier  „à l'armoricaine“: mit frischen Kräutern, gutem Olivenöl und mit Cognac flambiert.

Im Landesinneren kann der Reisende bezaubernde Bauerndörfer, mittelalterliche Burgen und Schlösser oder den Enclos paroissial bewundern; einen umfriedeten Pfarrhof der meist prächtig ausgeschmückt wurde. Im rauen Heideland war Weizen nur schwer zu kultivieren und so begnügten sich die ärmeren Bauern mit dem Buchweizen. Aus ihm backt man noch heute hauchdünne Pfannkuchen, Galletes. Herzhaft gefüllt  mit Schinken, Käse und Ei, während die berühmten Crêpes, ebenfalls eine Spezialität aus der Bretagne, aus dem teureren Weizenmehl, meist süß serviert werden.

Das bretonische Nationalgericht ist ein Eintopf aus Schweine- und Rindfleisch, Gemüse, Kartoffeln und Buchweizengrieß: der Kig ha farz. Typisch für die Küche der Bretonen ist auch die Verwendung von gesalzener Butter und Buttermilch und natürlich kocht man hier mit Äpfeln. Probieren Sie einmal Jakobsmuscheln auf Apfelscheiben. Eine geniale Kombination. Das Rezept hierzu finden Sie hier.

Die Äpfel der Bretagne sind auch die Grundlage für den Cidre. Das Nationalgetränk der Bretonen. Jeder Bauer braute früher seinen Cidre selbst und verwendete hierfür nur ausgelesene Früchte. Der leicht moussierende Charakter des Cidre unterscheidet ihn vom Ebbelwoi der Frankfurter.

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